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Geschrieben von bastkiller am 25.12.2007 um 13:25:

  Flammen-Inferno bei Hella

Einsatz vom 24.11.2007 - 18:45 Uhr

Einsatzort: Hamm, Bockum-Hövel
Straße: Pferdekamp

Einsatzart: Feuermeldung


Flammen-Inferno bei Hella

Ein Großbrand richtet hohen Schaden in einer Produktionshalle an - Personen nicht verletzt - 110 Helfer im Einsatz



Ein einziges Flammenmeer: Schon beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dach der Produktionshalle.
Foto: Feuerwehr Hamm

Hamm. Wie kam es zu dem Flammen-Inferno - Wie konnte so etwas passieren? Weniger als eine Viertelstunde nachdem die Rauchmelder in der Halle D des Hella-Werkes in Bockum-Hövel am Samstag, dem 24. November 2007 gegen 18.45 Uhr angeschlagen waren, brannte die 5000Quadratmeter große Produktionshalle in voller Ausdehnung. Die Frage nach der Ursache blieb auch am nachfolgenden Tag unbeantwortet. "Merkwürdig ist das schon" - Kommentare wie dieser waren aus dem Umfeld der vor Ort Beteiligten des Öfteren zu hören.
Das Inferno bei Hella hat nach ersten Schätzungen der Polizei einen Schaden von mehreren Millionen Euro verursacht. Gestern war es noch unmöglich, das Gebäude zu betreten. Lediglich eine Untersuchung aus der Luft mittels eines Hubschraubers wurde durchgeführt. Die Brandsachverständigen werden erst frühestens am Montag nach den Ursachen forschen können. 110 Feuerwehrleute hatten in der Nacht gegen das Feuer angekämpft. Mit zwei Wasserwerfern, zwei Großtanklöschfahrzeugen, drei Drehleitern und mehreren B- und C-Rohren kämpften die Männer gegen die aus dem Dach schlagenden Flammen an. Bis zu 20000 Liter Wasser wurden pro Minute in das Flammenmeer gepumpt. Gegen Mitternacht wurde die komplette Mannschaft ausgetauscht.
Unterstützung erhielten die Brandschützer auch aus Soest, von wo ein spezielles Messfahrzeug eintraf. Aufgrund der starken Rauchentwicklung hatten sich zahlreiche besorgte Anwohner selbst aus Heessen bei Polizei und Feuerwehr gemeldet. "Es waren nur die üblichen Pyrolyse-Produkte wie Teer und Styropor, die nachgewiesen wurden. Besondere Ultragifte wurden nicht festgestellt", schilderte Feuerwehr-Chef Wilhelm Tigges die entwarnenden Resultate der Analysen. Gesund sei es allerdings sicher auch nicht gewesen, diese Dämpfe einzuatmen, deshalb waren auch die Hinweise per Lautsprecher ergangen, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Auch als das Feuer ausgebrochen war, hatte sich offenbar niemand in der Halle befunden. Das Feuer in der bis auf die Grundmauern abgebrannten Halle war zwar ziemlich schnell niedergeschlagen, doch keimten bis Sonntagmorgen immer wieder Glutnester auf

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